Digitales Lernen

Digitales Lernen – ein Trend oder doch nur eine Zeitgeist-Erscheinung?

Schon seit Jahren geistert das Gespenst des digitalen Lernens in den Zeitungen herum. Das soll nicht negativ aufgefasst werden, ist aber dennoch eine reale Erscheinungsform für all jene, die seit Jahren aufmerksam vor allem facheinschlägige Zeitungen lesen. Nun hat sich seit der Corona-Pandemie faktisch die Welt mit dem digitalen Lernen beschäftigen müssen. Der Grund liegt in den zahlreich verordneten Lockdowns, die auch die universitäre bzw. schulische Bildung erfasst hat. Das Homeschooling wurde für viele junge Menschen zum neuen Begriff, mit dem man sich anfreunden musste. Zugegeben war es für die meisten Menschen neu, weil das Lernen zu Hause bislang nur als Nebenerscheinung eingetreten ist. Mittlerweile genießen es viele junge Menschen auch, weil sie viele Vorteile in dieser Lernform sehen können. Zum einen ersparen sich die Menschen die Hin- und Rückfahrt von bzw. zur Bildungseinrichtung.

Lernen zu Hause – Trendbeschleuniger Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat vieles verändert. Darin sind viele Vorteile zu erkennen. Es bringt ein erhöhtes Maß an Flexibilität mit. Die Menschen können zum Beispiel eine Vorlesung auch nachts besuchen, weil sich diese eine zuvor aufgezeichnete Lehrveranstaltung ansehen. Das war bislang nicht möglich. Was aber tatsächlich neu ist, betrifft die Prüfungsvorbereitung bzw. auch die Absolvierung der Prüfung selbst. Dass man heute ein Abitur vor dem eigenen PC absolviert, ist doch etwas ungewöhnlich. Viele Menschen müssen sich erst daran gewöhnen bzw. musste sich auch das Lehrpersonal daran gewöhnen. Die Überwachung des Schülers bzw. der Schüler erfolgt über die Video-Kamera.

Das Abitur vor dem eigenen PC?

Man weiß also sehr genau, wie eine Prüfung durch den Prüfling absolviert wurde. Außerdem hat man vermutlich auch in der Bildungsdirektion erkannt, dass Prüfungen heute einen Gesamt-Querschnitt des Wissens repräsentieren. Es geht viel weniger darum, Texte auswendig zu lernen, sondern das erlernte Wissen zu verwenden. Im Rahmen von praktischen Aufgabenstellungen lassen sich diese Übungen auch in einer bestimmten Zeit durchführen, was für zusätzliche Flexibilität sorgen kann. Man findet darin auch verschiedene Aspekte des neuen Lernens wieder und kombiniert die Entwicklungen des modernen Lernens und den Lehren aus der Pandemie. Ob man sich auch in Zukunft beim Abitur nach diesen Kriterien richten wird, bleibt allerdings erst einmal abzuwarten.